Schwarzwaldverein e.V. Ortsgruppe Freiburg
Natur und Landschaft: Das ist uns wichtig!

Am Schönberg sind wir in den Naturschutzgebieten „Jennetal“ und „Berghauser Matten“ aktiv. Im Jennetal kümmert sich eine Gruppe von Naturfreunden unter der Leitung von Werner Kästle (bis 2018) und Benno Kuhn um die Pflege des „Sumser Garten“ und es werden regelmäßig Naturschutzdienste in den Schutzgebieten absolviert.

Naturschutzgebiet Jennetal

Im Sumsergarten, im älteren Teil des Naturschutzgebiets Jennetal, blüht zwischen Mai und Juli auf einer Fläche von gerade einmal 0,7 ha eine ungewöhnliche Vielfalt an Orchideen.

Doch nicht allein der Orchideenreichtum bewirkte, dass das Naturschutzgebiet 1996 auf fast 23 ha erweitert wurde. Wo Ende des 19. Jahrhunderts zum großen Teil noch Weinberge lagen, beherbergen heute artenreiche Magerrasen, Gebüsche, Trockenmauern, Steinriegel und ein Trockenwald viele seltene Tier- und Pflanzenarten.

Aus der Geschichte des Sumsergartens

Bereits vor über 70 Jahren hat Erwin Sumser den besonderen Wert des Jennetals bei Ebringen erkannt. Er kaufte Grundstücke im Jennetal auf und ließ sie wegen des großartigen Orchideenbestands auf eigene Kosten pflegen.

Auf seine Anregung hin wurde der Sumsergarten 1937 offizielles Naturschutzgebiet, neben dem Feldberg eines der ersten des damaligen Landes Baden.

Die Pflege übernahmen ab 1948 engagierte Naturfreunde, die vor allem die zunehmende Verbuschung bekämpften und von Zeit zu Zeit den Zaun um das Gebiet erneuerten.

1962, kurz nach Erwin Sumsers Tod, musste das Gebiet leider vollständig gesperrt werden. Immer wieder wurden Pflanzen ausgegraben und ein dichtes Netz aus Trampelpfaden und Fotografen-„Liegestellen“ überzog das Gebiet.

Seit 1991 ist der Sumsergarten offiziell wieder für Besucher geöffnet. Ehrenamtliche Naturschutzwarte betreuen das Gebiet und helfen, die wertvolle Vegetation vor Schädigungen zu bewahren. (Faltblatt der BNL Freiburg zum Naturschutzgebiet Jennetal, 2001)

Öffnungszeiten Sumsergarten:

an Feiertagen, Samstagen und Sonntagen von Ende April bis Anfang Juli, 9 – 16 Uhr